Radweg Am Hof Hesselmann intuitiver kennzeichnen
„Die Verwaltung wird gebeten, Vorschläge zu erarbeiten, wie das widerrechtliche Befahren des Radwegs Am Hof Hesselmann durch PKW nachhaltig unterbunden werden kann“. So lautet der Prüfantrag, den die CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung Münster West jetzt eingebracht hat.
Zur Verbesserung der Durchgängigkeit der im Jahre 2007 auf CDU-Antrag geschaffenen Ost-West-Radwegeverbindung im Herzens Mecklenbecks von der Echelmeyerstraße bis zum Meckmannweg wurde in den vergangenen Wochen die Aufpflasterung im Bereich
der Kreuzung Dingbängerweg/ Am Hof Hesselmann asphaltiert. Optisch unterscheidet sich damit der Radweg „Am Hof Hesselmann“, der für Busse und von der Brockmannstraße aus teilweise als Zufahrt zu Behindertenparkplätzen der St. Anna-Kirche für Kfz freigegeben ist, nicht von anderen Wohnquartiersstraßen.
Da dieser stark von Fahrrädern frequentierte Schutzraum insbesondere in der dunklen Jahreszeit häufig widerrechtlich von PKW befahren wird, hatte die CDU in der Vergangenheit bereits mehrfach Anträge in die BV West eingebracht, um Verbesserungen der Kennzeichnung des Radwegs zu erreichen. Das Aufstellen neuer Radweg-Schilder und Aufbringen zusätzlicher einfacher Fahrrad-Piktogramme brachte nicht den gewünschten Erfolg, da der Radweg aufgrund seiner Ausbaubreite von ortsfremden PKW-Fahrern trotzdem oft nicht als Radweg wahrgenommen wird.
Durch die jetzige Umgestaltung der Kreuzung Dingbängerweg/ Am Hof Hesselmann ist diese Gefahr nun noch deutlich gestiegen (Bisher musste ein widerrechtlich fahrender PKW dort einen abgeflachten Bürgersteig queren). Es ist daher eine vom Dingbängerweg und den anderen beiden querenden Straßen, der Brockmannstraße und dem Christoph-Bernhard-Graben, auch für ortsunkundige PKW-Fahrer intuitiv erkennbare Kennzeichnung des Radwegs Am Hof Hesselmann erforderlich (veränderte Beschilderung,
klarere Piktogramme wie neuerdings auf der benachbarten Fahrradstraße Schlautstiege oder andere geeignete Maßnahmen).
Die Anforderungsampel an der Kreuzung Dingbängerweg/ Am Hof Hesselmann/ Schlautstiege besaß bis zu Ihrer Umstellung auf LED vor wenigen Wochen ein kombiniertes Lichtzeichen für Fußgänger und Fahrradfahrer, nach der Umstellung nur noch ein Lichtzeichen für Fußgänger. Dafür wurde für die Fahrradfahrer auf dem Radweg Am Hof Hesselmann eine neue Haltelinie am dortigen Stoppschild angebracht (Die Schlautstiege ist weiterhin unverändert mit einem „Vorfahrt achten“-Schild ausgeschildert). Dies bedeutet: Vom Radweg Am Hof Hesselmann kommend, müssen Radfahrer wegen der neuen Signalisierung nun auch bei „Grün“ halten, dem Stoppschild Rechnung tragend. Andererseits dürfen sie nun aber bei „Rot“ fahren (nach dem Stoppen und evtl. Vorfahrt gewähren), und dies trotz der großen Schilder im Ampelbereich mit dem Appell „Nur bei Grün, den Kindern zum Vorbild“. Dieser Appell wurde in der Vergangenheit an dieser sensiblen Stelle im Stadtteil von einer großen Mehrheit der Radfahrer, die intensiv von den Anforderungsdrückern für Fahrradfahrer Gebrauch machen, auch gelebt und gerät nun in Gefahr.
Vielleicht bietet sich die Möglichkeit, auch diese neu geschaffene Verkehrsregelung für Fahrradfahrer noch einmal im obigen Gesamtkontext zu prüfen und hinterfragen, ohne die Sicherheit der Fußgänger auf dem Dingbängerweg zu gefährden.