„Da das Einkaufszentrum neben den Kirchen, dem Bürgerzentrum und den großzügigen Grünflächen das Gesicht Mecklenbecks wesentlich mitprägen wird, hat sich CDU Mecklenbeck nicht für eine 1:1-Realisierung des Bebauungsplans von 1995, sondern für einen nochmaligen offenen Ideen-Wettbewerb unter potentiellen Investoren ausgesprochen“, erläutert CDU-Ratsherr Rolf Klein. „Wir möchten ein Zentrum zum Einkaufen und Treffen, das als Ganzes dauerhaft wettbewerbsfähig sein kann, aber auch Rücksicht auf die Kirche und die Wohnbebauung in unmittelbarer Nachbarschaft und Bezug zum nördlichen Zentrumsteil nimmt.“, schildert Klein die Ziele der CDU.
„Die CDU Mecklenbeck freut sich, dass sich sieben Architekten- und Investorenteams der sowohl unter gestalterischen als auch wettbewerblichen Aspekten anspruchsvollen Aufgabe gestellt haben und Bezirksvertretung und Rat damit eine Auswahl treffen können.“, so CDU-Bezirksvertreter Peter Wolfgarten.
Innerhalb der CDU Mecklenbeck hat sich eine Arbeitsgruppe mit den von der Stadtverwaltung vor kurzem in einer Bürgerversammlung vorgestellten Wettbewerbsbeiträgen intensiv beschäftigt, um die Auswahl der Entwürfe vorzubereiten, die aus Sicht der CDU Mecklenbeck in der zweiten Wettbewerbsphase weiter ausgearbeitet werden sollten.
Zum einen ist das nach Meinung des CDU Arbeitskreises der Entwurf des Stadtraum Projektes und der Firma Holz. „Besonders überzeugt hat uns hier die vorgeschlagene L-Form, die den Blick auf die Kirche frei lässt und in Zukunft auch einmal ein andere Gestaltung zwischen dem EDEKA-Markt, Kirche und neuem Einkaufszentrum ermöglicht. Durch Öffnung des zur Brockmannstraße gelegenen Gebäudeteils und Schaffung eines kleinen Platzes mit Gastronomie, kleinteiligem Einzelhandel und einer Wasserfläche kann ein neuer attraktiver Treffpunkt in Mecklenbeck entstehen“, schildert Peter Wolfgarten eine Besonderheit des Entwurfes.
„Aber auch das im Entwurf dargestellte äußere Erscheinungsbild mit abwechslungsreichen Glasfronten im gewerblichen Teil des Gebäudes und dem vor- und zurückspringende Staffelgeschoß, das für Wohnen vorgesehen ist, machen deutlich, dass den Architekten die sensible Aufgabe, den großen Baukörper aufzulockern und in die benachbarte Wohnbebauung einzupassen, bewusst ist.“, unterstreicht Ratsherr Rolf Klein. „Das Erschließungskonzept ermöglicht eine Trennung von Fuß- und Fahrradverkehr auf der einen Seite und PKW- und Lieferverkehr auf der anderen Seite. Dies ist im Unterschied zu einem Einkaufszentrum auf der grünen Wiese für ein ‚Zentrum in Pantoffelentfernung’ sehr wichtig“.
Sehr klar gegliedert ist nach Meinung der CDU-Arbeitsgruppe auch der Entwurf der Steinhoff-Architekten, die im Auftrag des Investors WVA arbeiten. Dieser Entwurf sieht eine U-Form vor. Über den Gewerbeflächen im Erdgeschoss möchten die Architekten eine über Laubengänge erreichbare reihenhausartige Wohnbebauung errichten. Die beiden zur Brockmannstraße befindlichen Gebäudeteile sind versetzt und verhindern damit den Eindruck eines durchgehenden langen Gebäuderiegels. Die Nutzung einer Lieferrampe für zwei Läden ist gut durchdacht. „Bei diesem Entwurf wünscht sich die CDU-Arbeitsgruppe allerdings mehr Rücksichtnahme auf die benachbarte Kirche und noch ein etwas abwechslungsreicheres äußeres Erscheinungsbild.“, formuliert Peter Wolfgarten Nachbesserungsbedarf. Beiden favorisierten Entwürfen fehlt der CDU-Arbeitsgruppe eine Fußwegeverbindung zur Straße Am Hof Schultmann, an dem später vielleicht einmal eine Mehrzweckhalle entstehen kann.
„Mit diesen beiden Entwürfen blieben zwei echte Alternativen im Rennen.“, fasst Rolf Klein zusammen, warum die CDU in Mecklenbeck so unterschiedliche Entwürfe favorisiert.
Bevor die CDU Mecklenbeck sich festlegt, welche Entwürfe sie Ihrer Bezirksvertretungs- und Ratsfraktion vorschlagen wird, möchte die CDU Mecklenbeck noch die Stellungnahme der Stadtverwaltung abwarten und die Mecklenbecker Gewerbetreibenden und Bürger zum Gespräch einladen.
„Es geht nicht nur um die Auswahl von zwei Entwürfen, sondern auch um konstruktive Vorgaben, wie diese noch verbessert werden können.“, macht Rolf Klein die Herausforderung der kommenden Monate klar.