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28.04.2016
CDU-Münster fordert zeitnahe Sprachkurse für alle Flüchtlinge
Offene Informationsveranstaltung zum Thema „Flüchtlinge“

Die CDU-Veranstaltungsreihe „Wie wir in Münster mit Menschen aus aller Welt leben wollen“ ging mit dem Thema „Erlernen der Sprache“ in die vierte Runde. Vertreter aus Politik, Verwaltung und Bildung informierten das Publikum darüber, wie sie jeweils im Rahmen ihrer Arbeit mit der Flüchtlingssituation konfrontiert werden.


 

Die Podiumsgäste (v.l.): Ulrich Thoden, stellv. Stadtverbandsvorsitzender Gewerkschaft, Erziehung und Wissenschaft, Dr. Anna Ringbeck, Direktorin der Volksschule Münster, Ratsfrau Angela Stähler, Vorsitzende des Schulausschusses der Stadt Münster, Petra H

Unter der Fragestellung „Wie viele Deutschkurse brauchen wir vor Ort, wer organisiert und finanziert das?“ lud die CDU Münster am Abend des 11. April erneut in das Stadtweinhaus ein. Die Diskussion, der aus unterschiedlichen Branchen kommenden Podiumsgäste, wurde von Petra Hensel-Stolz, der stellvertretenden Vorsitzenden der CDU Münster moderiert. Als Hindernisse beim Spracherwerb wurde auf die unterschiedliche Herkunft und Muttersprache verwiesen sowie auf die Tatsache, dass sich auch Analphabeten unter den Geflüchteten befinden. Darüber hinaus wurde die Form des Unterrichtes diskutiert. Das bisher vorherrschende System von Intensivkursen führt dazu, so befanden die Diskutanten, dass die Flüchtlinge in kurzer Zeit zu viel lernen müssen. Nicht berücksichtigt wird dabei, dass sie nur wenige oder gar keine Gelegenheit haben, erlerntes im Alltag anzuwenden, sofern es überhaupt für den Alltagsgebrauch konzipiert ist. Diese Aufgabe obliegt oftmals allein den Sprachlehrern, die so mehr leisten als vorgesehen. Ihre Situation wird auch dadurch problematisch und prekär, als dass viele von ihnen freiberuflich arbeiten, sprich ihre Renten- und Sozialversicherungsbeiträge von ihrem Honorar bestreiten müssen. Zudem müsse auch das Honorar entsprechend versteuert werden. Ulrich Thoden von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft machte besonders auf diesen Missstand aufmerksam. Eine Entlohnung, angelehnt an die angestellter Lehrkräfte, wäre vollkommen gerechtfertigt, so Thoden. Da es zur Zeit noch nicht genügend Sprachkurse gibt, müssen viele Flüchtlinge häufig über ein halbes Jahr warten, bis sie einen Platz in einem Sprachkurs bekommen können. Zudem können auch nicht alle Flüchtlinge mit einer Finanzierung ihres Sprachkurses über das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge oder die Arbeitsagentur rechnen. "Es ist sehr wichtig, dass mit der Beherrschung der Deutschen Sprache die Grundlage für eine gelingende Integration möglichst schnell gelegt wird“, so Petra Hensel-Stolz. "Wir müssen deshalb ein großes Interesse daran haben, dass alle Zuwanderer, ob mit oder ohne gute Bleibeperspektive, einen Deutschkurs machen können, alleine schon, um unsere Gesellschaft verstehen und partizipieren zu können sowie dadurch in die Lage versetzt zu werden eine Arbeit aufnehmen und für sich selber sorgen zu können, so Hensel-Stolz weiter. Sie fordert die deshalb die Landesregierung auf, deutlich mehr finanzielle Ressourcen für die Sprachförderung von Migranten zur Verfügung zu stellen.
Weiter beschäftigt setzt sich die CDU Münster mit dem Thema „Flüchtlinge“ am 02. Mai um 19.30 Uhr im Stadtweinhaus Münster unter der Fragestellung „Welche Hilfen gibt es speziell für Flüchtlingskinder? Wie können weitergehende Hilfen aussehen?“