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29.12.2015
CDU kritisiert erneute Initiative zur Cannabis-Freigabe
Die CDU Münster lehnt weiterhin die Legalisierung und Freigabe von Cannabis ab. Die Christdemokraten kritisierten in einer Pressemitteilung die Gründung eines Lobby-Vereins zur Cannabis-Freigabe um den früheren Polizeipräsidenten Hubert Wimber (Grüne). „Der Verein blendet die gesundheitlichen Risiken von Cannabis gerade für junge Menschen völlig aus“, erklärte der CDU-Kreisvorsitzende Josef Rickfelder. Der CDU-Politiker verwies auf aktuelle wissenschaftliche Untersuchungen, die gerade für Jugendliche, die sich noch in der Entwicklung befinden, erhebliche Risiken beim Genuss von Cannabis belegen. „Bei jungen Menschen lähmt Cannabis die Kreativität und mindert die Intelligenz. Eine Legalisierung wäre völlig falsch“, sagte Rickfelder.
 

Der CDU-Politiker kritisierte, dass Wimber sich bei seinen drogenpolitischen Aktivitäten als ehemaliger Polizeipräsident präsentiere und so den Eindruck erwecke, dass es ihm um die Bekämpfung der Drogenkriminalität gehe. „Der Hamburger Polizeipräsident steht zur Cannabis-Freigabe völlig anders als Wimber“, sagte Rickfelder.  Er forderte Wimber und die münsterschen Grünen auf, deutlich zu machen, welche Ziele sie mit ihrer Forderung nach einer Freigabe von Cannabis tatsächlich verfolgen. Die Grünen hatten im Rat gegen die Stimmen der CDU einen Modellversuch für die legalisierte Abgabe von Cannabis in Münster durchgesetzt. „Man muss sich schon wundern: Wenn es um Gentechnik geht oder um Schadstoff-Grenzwerte in Luft oder Wasser kann es den Grünen gar nicht streng genug zugehen. Bei Cannabis sehen sie das völlig anders“, sagte Rickfelder. Er erinnerte daran, dass das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte einen Antrag auf einen Modellversuch des Bezirks Berlin-Kreuzberg kürzlich abgelehnt habe. Auch die Tatsache, dass Wimber von der rot-grünen Landesregierung die Lobbyarbeit für die Cannabis-Freigabe während dessen aktiver Zeit als Polizeipräsident untersagt worden sei, zeige, wie umstritten dessen drogenpolitische Forderungen selbst unter Parteifreunden seien. Rickfelder forderte eine differenzierte Betrachtung des Themas. „Immer wenn es um Gesundheit und Leben geht, sollten wir besonders vorsichtig sein und Risiken und Chancen genau abwägen“, sagte der Christdemokrat. Der Nutzen einer Cannabis-Freigabe sei im Vergleich zu den  Risiken allerdings viel zu gering.