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08.06.2015
Kita-Streik: CDU fordert Notfallkonzept
Die CDU Münster hat die Erarbeitung eines Notfallkonzepts für zukünftige Kita-Streiks gefordert. „Bei besserer Vorbereitung kann die Stadt wenigstens etwas dazu beitragen, die zum Teil schon dramatischen Folgen für die betroffenen Familien abzumildern“, sagte die stellvertretende CDU-Kreisvorsitzende Carmen Greefrath. So könne die Stadt vorbeugend prüfen welche Räumlichkeiten sie für die Betreuung von Kindergruppen durch Eltern zur Verfügung stellen könne. Außerdem schlug sie einen Grundsatzbeschluss des Rates zur Erstattung von Kita-Beiträgen vor, damit die Verwaltung das Geld ohne Zeitverzug und weiteren Ratsbeschluss an die Eltern überweisen könne.
„Der Streik zeigt, dass Münsters Eltern zwar sehr leidensfähig sind, aber trotz aller Beteuerungen noch immer keine ausreichende Lobby haben“, sagte Greefrath. Offenbar sei der Druck, den verprellte Bahnkunden ausüben könnten größer als der Druck der Eltern, wenn man auf die Streikdauer und die Wiederaufnahme der Verhandlungen schaue. „Da müssen wir uns auch als Politik selbstkritisch fragen, ob wir die Dramatik, die der Streik für Familien bedeutet, von Anfang an richtig gesehen haben“, sagte die stellvertretende CDU-Kreisvorsitzende. Schließlich sei nicht nur die Betreuung in Kitas, sondern auch in den Grundschulen betroffen. Es könne nicht richtig sein, dass die berechtigten Interessen der Kinder und Eltern unter den Tisch fallen, nur weil diese so mit der Organisation der Kinderbetreuung beschäftigt seien, dass sie keine Zeit und keine Kraft mehr hätten zu demonstrieren oder Briefe zu schreiben. „Es ist doch bezeichnend und unwürdig, dass es Wochen gedauert hat bis eine Ratsmehrheit für die Erstattung der Kita-Beiträge stand“, sagte Greefrath. Die stellvertretende CDU-Kreisvorsitzende wies darauf hin, dass der Kita-Streik zeige, wie richtig es war, dass die CDU frühzeitig auf einen Ausbau der Betreuungsplätze gedrängt habe. „Eine verlässliche und wohnortnahe Kinderbetreuung ist heute viel wichtiger für die Familien als früher, vor allem wenn es um die Vereinbarkeit mit dem Beruf geht“, sagte die Christdemokratin. Außerdem zeige der Streik, dass es richtig war, bei der Errichtung neuer Kitas immer zunächst freie Träger auf eine mögliche Übernahme anzusprechen. „Man stelle sich nur vor wie es jetzt in der Stadt aussehe, wenn es nur städtische Kitas gebe“, sagte die Christdemokratin.