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04.05.2015
Sternberg für frühzeitige Spezialisierung in der Polizeiausbildung
Mit einer frühzeitigen Spezialisierung in der Polizeiausbildung will die CDU-Landtagsfraktion der desolaten Bilanz im Bereich der Kriminalitätsbekämpfung in Nordrhein-Westfalen begegnen. Die CDU sieht eine Entprofessionalisierung der Polizeiarbeit und ein dramatisches Absinken der Ermittlungsqualität. „Wir glauben, dass die inhaltsgleiche Ausbildung für Kriminal- und Schutzpolizei sich nicht bewährt hat“, formuliert Thomas Sternberg, CDU-Landtagsabgeordneter für Münster.
Diese Vereinheitlichung der Ausbildung wird seit 1995 in Nordrhein-Westfalen praktiziert. „Für eine verbesserte Qualifizierung der Polizisten halten wir die Einführung der Schwerpunktstudiengänge „Kriminalpolizei“ und „Schutzpolizei“ für sinnvoll“, kommentiert er den aktuellen Antrag seiner Fraktion. Vorbilder für dieses Modell sind Hamburg, Schleswig-Holstein, Berlin und Hessen, die die Spezialisierung nach einem gemeinsamen Grundstudium bereits eingeführt haben. Die CDU will, dass NRW jetzt nachzieht. Hier werde bisher nach einem dreijährigen Bachelor-Studium „Polizeivollzugsdienst“ an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung lediglich ein sechswöchiges Praktikum in K-Dienststellen ermöglicht. Statt direkter Vermittlung kriminalpolizeilichen Fachwissens in der Ausbildung könnten junge Beamtinnen und Beamte eine sechsmonatige Einführungsfortbildung bei der Kripo absolvieren“, so Sternberg. Die Spezialisierung auf die „Kriminalpolizei“ im Hauptstudium würde diesen Umweg ersparen, eine breitere Wissensvermittlung gewährleisten und wäre obendrein die kostengünstigere Lösung. Nordrhein-Westfalen ist schlechtestes Flächenland Deutschlands bei der Aufklärung von Straftaten. Weniger als jede zweite Straftat wird aufgeklärt.