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20.10.2014
Fundtiere in bewährte Hände geben!
„Die Aufgabe des Vergabeausschusses besteht darin, die Rechtmäßigkeit von Vergabeverfahren zu kontrollieren und nicht, die Arbeit des Tierschutz-Vereins zu beurteilen.“ Dies erklärte CDU-Ratsherr Dieter von den Berg, Vorsitzender im Vergabeausschuss, als Reaktion auf einen Zeitungsbericht zu einem für das Tierheim negativen Abstimmungsergebnis im Vergabeausschuss.
Dem Bericht zufolge hatte sich der Ausschuss mit den Stimmen von SPD und Grünen gegen das Angebot des Tierschutz-Vereins gewandt, diese Aufgabe für rund 300.000 Euro im Jahr auch künftig für die Stadt Münster zu übernehmen.

"Nun müssen wir einen Weg finden, damit die Betreuung der Fundtiere in unserer Stadt doch noch dauerhaft vom Tierschutz-Verein Münster übernommen werden kann“, ergänzte der CDU-Kreisvorsitzende Josef Rickfelder. Rickfelder: „Der Tierschutz-Verein nimmt Jahr für Jahr mehr als 1.100 Fundtiere auf, für die die Stadtverwaltung rein rechtlich zuständig wäre. Er pflegt, versorgt und vermittelt sie zum Teil in ein dauerhaftes neues Zuhause. Diese verantwortungsvolle Tätigkeit hat der Verein seit dem Jahre 1961 aus unserer Sicht sehr zufriedenstellend gemeistert und damit der Stadt Münster viel Geld erspart.“ Es sei zu wünschen, dass dem Tierschutz-Verein trotz des negativen Abstimmungsausganges weiterhin Chancen eingeräumt würden, so Rickfelder weiter. Die städtische Aufgabe Fundtiere aufzunehmen, sei durch den Tierschutzverein erheblich kostengünstiger zu lösen, als durch die Stadt selber. Dazu seien zwingend Gespräche mit dem Verein und keine „Hau-ruck-Abstimmungen“ erforderlich. Rickfelder: „Eine bessere Lösung als die derzeitige gibt es für die Fundtiere aus Sicht der CDU nicht.“ Bereits im Mai hatte sich die CDU Münster im Rahmen einer Diskussion um die Flohmärkte auf dem Gelände des Tierheims für den Verein stark gemacht. Damals hatte die Verwaltung unter Hinweis auf mögliche Gewinnerzielungsabsichten Bedenken an der Fortsetzung der einmal monatlich stattfindenden Märkte angemeldet. Zwar ist deren Fortsetzung nun – wenn auch unter Auflagen – gesichert. Doch der Vertrag mit dem Tierschutz-Verein läuft zum Jahresende aus, und als einziger Bieter hat er nun die europaweite Ausschreibung, die die Stadt durchgeführt hat, verloren.