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18.09.2014
CDU: Haltung zu verkaufsoffenen Sonntagen überdenken
Die CDU hat die anderen Parteien im Rat aufgefordert, ihre ablehnende Haltung zu verkaufsoffenen Sonntagen zu überdenken. „Die Argumente gegen verkaufsoffene Sonntage stammen aus einer handelspolitisch anderen Zeit“, sagte der CDU-Kreisvorsitzende Josef Rickfelder. Der Online-Handel mache dem innerstädtischen Einzelhandel immer mehr Konkurrenz und erreiche immer höhere Umsatzanteile zu dessen Lasten.
Kreisvorsitzender Josef Rickfelder
Die Passantenfrequenzen in den deutschen Innenstädten gingen immer mehr zurück. Davon sei auch Münster betroffen. Rickfelder verwies auf die jährlichen Zählungen im Auftrag der Wirtschaftsförderung. „Die Zahlen gehen kontinuierlich zurück. In diesem Jahr wurden 17 Prozent weniger Passanten in der City gezählt als noch vor zwei Jahren“, sagte Rickfelder. Der CDU-Kreisvorsitzende zitierte den Hauptverband des deutschen Einzelhandels, der befürchtet, dass bis 2020 bis zu 50.000 Läden in deutschen Städten schließen müssen. „Die Innenstädte müssen den Erlebniseinkauf als Alternative zum Einkauf per Mausklick stärken“ sagte Rickfelder. Verkaufsoffene Sonntage seien ein wichtiger Baustein dabei. Der CDU-Kreisvorsitzende zeigte Verständnis für die Bedenken von Gewerkschaften und Kirchen. Tote Innenstädte und ihre Folgen müsse man aber das ganze Jahr über ertragen, verkaufsoffene Sonntage nur einige Male im Jahr. Rickfelder erinnerte daran, dass die CDU früher verkaufsoffenen Sonntagen auch eher ablehnend gegenüberstand. Man habe angesichts sich ändernder Einkaufsgewohnheiten aber umgedacht. „Wenn eine konservative Partei wie die CDU umdenken kann, sollten das die anderen Parteien auch können“, sagte der Christdemokrat.