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08.10.2009
Stadtbereichszentrum Mecklenbeck - Antrag Lärmaktionsplan Mecklenbeck

Vorlagen

29. Änderung des Flächennutzungsplanes – Beschluss zur Änderung

2. Änderung des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes 342 – Kenntnisnahme des Entwurfes

Geht es nach einem Vorstandsbeschluss der CDU Mecklenbeck, wird das Stadtbereichszentrum Mecklenbeck an der Weseler Straße nicht gebaut. Dies beschlossen die Vorstandsmitglieder während einer Vorstandsitzung am Mittwoch Abend. Über die Bezirksvertretung Münster West soll jetzt ein entsprechender Antrag in das parlamentarische Verfahren eingebracht werden. Die FDP-Fraktion in der BV West hat in dieser Angelegenheit bereits Zustimmung signalisiert.


Stadtbezirkszentrum Mecklenbeck - alte Bebauung

Haupt-Ausschlusskriterium ist das in der Vorlage dargestellte Verkehrsaufkommen.

In Ziffer 6.3 der Begründung zur Vorlage 468 aus 2009 wird ausgeführt, dass für die Weseler Straße eine vereinfachte Verkehrsprognose (2020) von der Fa. NTS aus Mai 2008 vorliegt. Danach steigt die Verkehrsbelastung im Bereich des künftigen Stadtbereichszentrums von zur Zeit ca. 17.200 KFZ / 24 h (2008) auf dann ca. 22.900 KFZ / 24 h (2020). Dies entspricht einer Steigerung des Verkehrs i.H.v. 33 %.

Als Lösungsansatz für diese exorbitante Steigerung des Verkehrs wird in der Vorlage verwaltungsseitig lediglich festgestellt, dass aufgrund der Ausschöpfung der Kapazitätsreserven die Verkehrszunahme vorrangig außerhalb der Spitzenstunden erfolgt.

Diese Hoffnung war den meisten CDU-Vorständlern zu karg. Sie stellten fest, dass die vorhandenen verkehrlichen Rahmenbedingungen für den Bau des Stadtbereichszentrums nicht mehr stimmen.

Die zweispurige Weseler Straße ist schon jetzt einer sehr hohen Dauerbelastung ausgesetzt. In den breiten Spitzenzeiten werden die Kapazitätsgrenzen zwischen Boeselagerstraße und Heroldstraße bereits jetzt überschritten. Konsequenzen sind Staus und Wartezeiten. Staus mit Wartezeiten auf der Weseler Straße führen aber dazu, dass der Autoverkehr durch die Mecklenbecker Wohnsiedlungen „versickern“.

Dieser Effekt ist nicht gewollt und würde sich im Bereich zwischen Dingbängerweg und Meckmannweg verstärken. Die politischen Anträge der Vergangenheit (Verkehrssteuerungssystem vorziehen, 2spuriger Verkehrsfluss vor Ampeln) von CDU und FDP bezogen sich daher immer auf den Versuch einer Optimierung des Verkehrsflusses und damit einhergehend auf eine Verbesserung der Lebensqualität im Stadtteil Mecklenbeck. Es wird bedauert, dass diese angeregten Maßnahmen bis heute nicht umgesetzt wurden.

Aber auch die Erhaltung und Verbesserung der Attraktivität des Wirtschaftsstandortes Weseler Straße sehen die Vorständler durch die immer länger werdenden Staus gefährdet.

Weiter beschloss der Vorstand der CDU Mecklenbeck einen Antrag ins parlamentarische Verfahren einzubringen, mit dem die Verwaltung aufgefordert wird, einen Lärmaktionsplan für den Stadtteil Mecklenbeck zu erstellen.

Ziel für das Aufstellen eines Lärmaktionsplanes für den Stadtteil Mecklenbeck soll die dauerhafte Lärmminderung/-sanierung sein. Als zu erreichendes Ziel soll ein Wert von unter 65 dB(A) am Tag in Mecklenbecker Wohngebieten angestrebt werden.

Für den Stadtteil Mecklenbeck sollen durch den eingeforderten Lärmaktionsplan Handlungsfelder erarbeitet und aufgezeigt werden, die eine dauerhafte Verminderung der Luft-/Lärmbelastung für alle Menschen im Stadtteil zur Folge hat.